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Presse / Barock
Bicinia Musikerziehung
   
 





P R E S S E S T I M M E N

"...Ihr Kasseler Debüt am neu gefertigten Nachbau eines historischen Ruckers-Instruments zeigt eine bei aller Zurückhaltung autome Musikerin, die Intimität und Intensität in beglückender Einheit erleben lässt....Die barocke Verzierung, die Koloratur, ob rasch oder getragen, als Ausdrucksmoment und nicht bloße Zutat - diese Saitenmusik war ein ausgefeiltes Stück Überzeugungsarbeit für solche Einsicht."

".....Und sie verstand es, diesem voll tönenden Instrument äußerlich fast unbewegt, doch mit einer hohen und organisch mitatmenden Musikalität die Werke jener großen Zeit der Musik zu entlocken.....Adel Erenyi verstand es bestens, mit der ihr zur Verfügung stehenden Virtuosität diesen Geist der Leichtigkeit und der Vitalität lebendig zu lassen."

"Leise Cembaloklänge bezaubern das Publikum" "....Schon die ersten zarten Töne des Cembalos schlugen die Zuhörer in ihren Bann...."




Die Epoche des Barock war eine des Wohlstands und des Überflusses für den Adel und das gehobene Bürgertum. Dies sieht man sehr deutlich an der Art, wie damals Feste gefeiert wurden. Es waren prunkvolle Bankette, die sich meist über Tage oder sogar Wochen hinzogen und bei denen in verschwenderischer Vergnügungssucht der Staat über die Maßen verschuldet wurde. Könige, Fürsten, Bischöfe, Adel und reiche Handelsherren zählten zu den Gästen .Ein solches Festgelage gab 1476 Benedetto Salutati zu Ehren der Söhne des Königs Fernante von Neapel, es wurde überliefert: "Unter Trompetengeschmetter nahmen die Gäste Platz. Als Vorspeise bekam jeder ein Schüsselchen mit vergoldetem Kuchen aus Pinienkernen und einen Majolikanapf mit einer Milchspeise. Gelatine von Kapaunbrust, mit Wappen und Sinnsprüchen geschmückt, folgte in silbernen Schüsseln. In einer davon befand sich ein Tischbrunnen, der Orangenblütenwasser versprühte. Es folgten 12 Gänge mit Fleisch von Wild , Kalb , Schwein , Fasan , Rebhuhn , Kapaun und Huhn sowie dem beliebten , aus Milch , Mandeln , Reis und Fisch bereiteten "Blanc manger". Das so genannte Schaugericht, das nur zum Ansehen gefertigt war , bestand aus zwei Pfauen , die wie lebendig Rad schlugen und im Schnabel duftende Essenzen trugen . Dann kamen nochmals neun Gänge mit süßen Speisen, Torten, Marzipane etc. Der Nachtisch bestand aus Zuckerwerk in Schüsseln mit Deckeln aus Zuckerguss." Der Alltagstisch war selbst für Grafen mit zwei gesalzenen Fischen nicht sehr reich gedeckt, aber dies nur als Bemerkung am Rande.

Die Unterhaltung im Barock
Das typische Leben der Barockzeit vollzog sich hauptsächlich an den Höfen der Fürsten.
Die Oper wurde erstmals in Europa eingeführt und sie beschreibt auch sehr gut den Zeitgeschmack des Barocks: Musik, Malerei und Dichtung verbinden sich um wie in der Kunst einen Gesamteindruck zu erzeugen. Titel und Anreden wurden immer wichtiger (Ansehen spielte eine große Rolle).
Auch die Musik wurde immer wichtiger und gehörte zum gesamten Hofgeschehen hinzu.
Kleidung wurde ein wesentliches Element der Repräsentation. Auch neu in den Wohnräumen war der Schreibschrank. Immer beliebter wurden helle Räumen, was durch Gipsdecken und große Spiegel erreicht wurde. Über das was bisher alles berichtet wurde, kann man erkennen, dass sich alles ins ,,prunkvollere" verlagert hat; und dementsprechend auch der Lebensstil. 

Alltag und Kunst am Hofe von Ludwig XIV
Ludwig ließ viele Adlige in Versailles wohnen, damit er sie besser unter Kontrolle hatte. Zu ihrer Unterhaltung gab er viele prunkvolle Feste. 1662 veranstaltete er ein Ringelstechen zu ehren des Thronfolgers zu dem er 15000 eingeladen hatte. Diesen bot er ein eindrucksvolles Programm mit großem Aufwand. Das Fest kostete ihn über 1 Million Livres. Von 1664 an gab er immer wieder teure Feste mit Tanz, Musik, Ballett und Theaterstücken, unter anderem von Molière. Da er selbst die Musik und den Tanz über alles liebte, nahm er Lulli in seinen Dienst. Er wurde erster Geiger im Orchester und Ludwigs persönlicher Ballettlehrer. 1661 wurde er zum Surintendanten der Musik ernannt. 1672 übertrug man ihm die Leitung der Oper. Er schrieb Balladen, Tänze und Gesänge. Der König wollte aber nicht nur für die Musik jemand Speziellen haben, und alles sollte mit seinem Signum gezeichnet sein. 1667 entstand die königliche Manufaktur in Gobelins. Danach holte er für alles bestimmte Leute an den Hof. Für die Stickerei: Bellard und Fayète, für Gravuren: Leclerc und Audran, für Tapeten und Wandteppiche: Jans, Lefebvre, Laurent und Delacroix, Zeichner war Baudrin Yvan, für Architektur: Anguier und für Landschaft: Genoels und Baudoins.